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Road Rash 3

HOT
Cover Genre: Rennspiel spielbar auf: PAL, NTSC
Spielerzahl: 2
Features: PW
Sprache: englisch
Hersteller: Electronic Arts Version: Version
erschienen: 1995
System: Mega Drive
durchgespielt: ja

 

Beschreibung | Bewertung | Tipps | PW | Cheats | Pics | Kommentar

Beschreibung:

Auch beim dritten Teil dieser Fun-Racer Reihe gilt es, in jedem Level 5 Rennen in verschiedenen Landschaften zu bestreiten. Habt ihr bei jedem Rennen einen der ersten drei Plätze belegt, gilt das Level als geschafft. Für jedes absolvierte Rennen gibt es je nach Platzierung eine mehr oder weniger hohe Fahrerprämie.
Das Geld kann dann zum Tunen des Bikes in 4 verschiedenen Punkten benutzt werden. Gute Reifen sorgen für bessere Haftung. Eine Verstärkung des Rahmens lässt es mehr Stürze überstehen. Das Motortuning sorgt für eine höhere Geschwindigkeit und mit einer guten Federung behält man auch in Kurven und bei Sprüngen immer die Kontrolle.
Ist auch das Tuning nicht mehr ausreichend, hilft nur noch der Kauf eines neuen Gefährts. Zur Auswahl stehen 15 Feuerstühle, unterteilt in 3 Klassen. Einige sind auch wie im zweiten Teil mit dem Turbo Boost ausgestattet, welcher in begrenzter Anzahl kurzzeitig die Geschwindigkeit um 20 erhöht.
Aber wie bei Road Rash üblich darf nicht nur gerast, sondern auch nach Belieben gerempelt, getreten und geschlagen werden. Zu diesem Zwecke sind verschiedene Utensilien auf die gegnerischen Fahrer verteilt, welche nach dem Entreißen persönlich benutzt werden können. Das Repertoire reicht von der geballten Faust, über Elektroschock und Ölbombe, bis hin zu Schlagstock, Kette und Brecheisen. Leider merkt sich das Passwort nicht, welche Waffen man besessen hat und so werden nur Rennfortschritt, Motorrad und Reichtum gespeichert.
Wie auch schon im zweiten Teil gibt es wieder nach jedem Rennen eine kleine witzige Zwischensequenz.

 

Bewertung:

Wer die Vorgänger schon kennt, wird auch diesmal keine wesentlichen Änderungen entdecken. Die Neuerungen liegen hier mehr im Detail. Beginnen wir mit dem Positiven.
Der Zweispieler-Modus im recht kleinen Split-Screen und die übersichtlichen Menüs wurden beibehalten.
Es wurden diesmal zwar nicht mehr Motorräder (15), jedoch kann man nun noch ein wenig daran basteln und einige Teile verbessern. So werden nun auch ohne Cheats 200mph erreicht, was diesen Teil zum schnellsten macht.
Auch die einfache und ordentliche Steuerung ist gleich geblieben und wurde nur um eine Funktion erweitert. Drückt man nach oben, wird die aktuelle Waffe angezeigt. Betätigt man nun die Pausentaste, wird der Gegenstand gewechselt. Natürlich nur, wenn zuvor auch schon eine andere Waffe ergattert wurde. Dies gelingt übrigens nur, wenn ein bewaffneter Gegner mit der bloßen Hand attackiert wird. Übrigens behält man seine Waffen in diesem Teil auch, so lange man das Game nicht neu startet :)
Weiterhin wurde die Grafik ein wenig überarbeitet. Es gibt nun noch mehr Landschaften (teilweise mit Linksverkehr und sogar ein Nachtrennen), welche sehr abwechslungsreich und mit mehr Details gestaltet wurden. Die Motorräder samt Fahrer wurden digitalisiert. Das bedeutet, sie wurden nicht einfach gezeichnet, sondern echte Personen und Motorräder wurden mit Messpunkten versehen, ihre Bewegungsabläufe von einem Großrechner analysiert und dann als Grafik gespeichert. Ob es nun wirklich besser aussieht, ist Geschmackssache. Im direkten Vergleich sind die Konturen bei den Vorgängern schärfer, Im dritten Teil wirkt alles ein wenig wischi waschi... Vielleicht doch besser gut gezeichnet, als schlecht digitalisiert???
Das ganze Spiel wirkt recht flüssig und die Hintergründe noch lebendiger. Auch die Straßen sind etwas belebter und es gibt noch mehr Hindernisse und abwechslungsreichen Gegenverkehr. Bei rassigen Sportwagen wird schon mal ein einfaches Überholen zum mehrminütigen Abenteuer. Tiere stehen nicht mehr einfach still da, sondern überqueren auch mal leichtsinnig die Fahrbahn. Und auch die Polizei hat Verstärkung bekommen und versucht nun mit Straßensperren, Streifenwagen und Helikopter den Spieler zu stoppen.
Aber man sollte nie vergessen, dass es sich doch in erster Linie um ein Rennspiel handelt, und dies merkt man nun wieder deutlicher. Die gegnerischen Fahrer sind um einiges besser geworden. Sie drängeln, schubsen und attackieren nun agressiver und intelligenter, als je zuvor. Auf Fahrfehler wartet man bei ihnen meist vergebens. Hier muss man sich eine gute Platzierung echt hart erkämpfen und natürlich auch ständig verteidigen. Die Gegner sind wesentlich schwerer aus dem Sattel zu werfen und man benötigt nun selbst mit der besten Waffe mindestens zwei Schläge.
Zum Glück wurde jedoch der Streckenverlauf angepasst und die Rennenstrecken sind nun etwas leichter zu bewältigen. Also der Schwerpunkt liegt nun nicht mehr darin, überhaupt heil ins Ziel zu gelangen, sondern eine gute Plazierung zu erreichen. So fand ich den Schwierigkeitsgrad sehr angenehm, ausgewogen und irgendwie auch leichter. Durch die guten Computergegner, sowie die teuren Motorräder und Tuningteile, hat man hier länger dran zu spielen, als an den Vorgängern.
Sollte das Geld einmal nicht für eine nötige Reparatur oder einen Strafzettel ausreichen, bekommt man die Gelegenheit, sich als Geldeintreiber bzw Kopfgeldjäger zu versuchen. Dann muss man im Auftrag der Polizei bzw des Bike Shops einen bestimmten Fahrer zum Stoppen bringen und kann somit seine Schulden begleichen. Das fand ich eine nette Idee, aus der man aber noch mehr hätte rausholen können.

Das hört sich doch alles super an. Oder? Leider gibt es aber auch einen kleinen Kritikpunkt. Die Musik. Die Soundeffekte sind immer noch genauso mickrig wie bei den zwei Vorgängern und haben sich kaum geändert. Gelegentlich hört man irgendwelche Crashgeräusche, von denen man überhaupt nicht weiß, wo sie herkommen und man so leicht abgelenkt und irritiert wird. Neu ist, dass der Gegenverkehr nun auch ab und zu hupt, worauf man sich aber nicht verlassen kann. Die Zeit zum Reagieren wird später eh nicht mehr ausreichen.
Den größten Patzer muss man hier aber bei der Musik selber verzeichnen. War sie schon im zweiten Teil nicht mehr so fetzig und mitreißend, kann man nun wirklich nur noch von einem langweiligen Gedudel reden. Sie ist zwar meist sehr passend zur Strecke, aber für ein Rennspiel eher ungeeignet. Kein wummernder Beat, kein Rhythmus bei dem man mit muss, kaum noch die bis dahin typisch kreischende EA-Gitarre. Das meiste könnte auch von einer im Keller eingestaubten Folklore-Venylscheibe meiner Eltern stammen... nicht schlecht, aber unpassend.
Wenn man gute Rennergebnisse erreichen möchte, hat es mir meist geholfen, in den Spieloptionen den Motorsound anzustellen, so bleibt man auch von der langweiligen Musik verschont.
Von dem kleinen Patzer im Audiobereich abgesehen, ist es ein klasse Game mit hohem Langzeitspaß. Ein Mega-Fun-Action-Racer. Das beste Road Rash für den Mega Drive. Allerdings möchte ich das noch differenzieren.
Der Einspielermodus ist erstklassig und durch die recht hohe Anforderungen und lange Spielzeit, die intelligenten Gegner und durch das Tuning von allen Teilen am dichtesten an einer Renn-Simulatin dran, also für Rennspiel-Freaks die beste Wahl.
Wer allerdings nur mal ebenso zwischendurch ein wenig herumrasen möchte, ist mit den Vorgängern besser beraten. Dort ist der Funfaktor doch etwas höher.
Und wer oft im Zweispielermodus mit Freunden zocken möchte, ist mit Road Rash II besser bedient. Im dritten Teil wird es durch die aufwendigere Grafik recht rucklig und der Spielfluss in den Keller gerissen.

 

Tipps:

Notiert euch auch hier wieder die Passwörter in Kleinbuchstaben, um Verwechslungen auszuschließen.

Haltet euch so gut es geht aus Prügeleien raus. Die meisten Gegner lassen euch in Ruhe, so lange ihr sie nicht angreift.
Schwieriger wird es dann bei den vorderen Platzen. Die Gegner lassen sich meist auch zunächst überholen, holen aber schnell wieder auf, um euch zu attackieren. Behaltet sie durch den Spiegel im Auge. Wenn sie blinken, dauert es nicht mehr lange, bis sie wieder neben euch auftauchen. Greift sie dann gleich an, um den Platz nicht wieder zu verlieren.

Besonders hartnäckig sind die neuen Polizeihelikopter. Am einfachsten werdet ihr sie los, wenn ihr bremst und so tut, als würdet ihr anhalten. Kurz bevor ihr steht gebt ihr wieder Gas. Bis der das geschnallt hat, seid ihr über alle Berge. Auch wenn ihr dadurch eventuell einen Platz einbüßt, ist es sinnvoller, als einfach weiterzufahren. Er ist ja doch schneller... und eine kleine Unaufmerksamkeit wäre das Rennende.

Die Tuningmöglichkeiten solltet ihr nicht ignorieren. Meist sind sie sogar nötig, um mit dem derzeitgen Motorrad eine gute Platzierung zu erreichen.

Die Steuerung wird bei den schnellen Motorrädern extrem sensibel. Wenn man in einer Kurve lange in die gleiche Richtung drückt, neigt das Bike schnell zum Wegrutschen. Dies kann man vermeiden, wenn man die Richtungstaste nur noch schnell hintereinander kurz antippt.

 

PW:

Mit den folgenden PW habt ihr nur noch ein Rennen im jeweiligen Level zu bestehen.

Level 1
gs61 11fr
Level 2
n580 q8ru
Level 3
9h80 rgnr
Level 4
9pk1 smrj
Level 5
53c4 tt1k

 

Cheats:

Auch in diesem Teil gibt es wieder ein geheimes Super-Bike. Wem das Spiel also zu langsam ist, kann folgendes Passwort probieren. Ihr startet dann das Game mit dem Wild Think 2000 und 200000$. Allerdings ist die Steuerung bei maximal 250mph (mit Nitro) nur noch Glückssache. Und ob es wirklich noch Spaß macht, wenn man schon nach 30 Sekunden auf Platz 1 ist, wage ich zu bezweifeln...

15s9 pu03

 

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