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Phantasy Star

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Cover Genre: RPG    
Spielerzahl: 1
Features: Batteriespeicher
Sprache: englisch
Hersteller: Sega Version: Version
erschienen: 1988
System: Master System
durchgespielt: ja

 

Beschreibung | Bewertung | Tipps | Pics | GIF's | Musik | Video | Forum | Kommentar

Beschreibung:

Phantasy Star

Algor Star System - Jahr: 3240
Auf den drei Planeten Palma, Motavia und Dezoris herrscht Unzufriedenheit. Seit geraumer Zeit ist Lassic an der Macht und wer ihm nicht Untertan ist, wird von seinen Söldnern gejagd und gefoltert. Es gibt kaum noch jemanden, der sich traut, seine Meinung über die Zustände zu äußern, weil es zu oft schon den Tod bedeutete. Nur vereinzelt gibt es noch ein paar mutige Leute, die versuchen sich der Diktatur zu erwehren. Zu ihnen gehört Nero. Ein junger stattlicher Mann und starke Kämpfernatur. Alleine tüftelt er immer wieder Pläne aus, Lassic das Leben schwer zu machen und ihn beim Ausbau seiner Herrschaft zu stören.
Eines Tages wird seine Schwester Alis dringend in die Stadt gerufen. Als sie ankommt, findet sie ihren Bruder, der von Lassics Schergen übel zugerichtet wurde. Blutüberströmt erzählt er von seinen Plänen und Alis muss ihm versprechen, sein Werk fortzuführen. Und mit seinem letzten Atemzug haucht er von Odin, einem Freund, den sie finden soll, welcher ihr sicher hilft. Dann schließt er für immer seine Augen.
Ihr macht Euch natürlich gleich auf den Weg. Aber viel wisst Ihr nicht grade. Also werden erst einmal die Leute der Stadt befragt und noch diverse Reisevorbereitungen getroffen. Zwischendurch müssen immer wieder Lassic's Monster gekillt werden. Schließlich hinterlassen sie nach dem Ableben ihre gehamsterten Reichtümer und der Proviant möchte ja bezahlt werden. Vernünftige Waffen sind auch nicht eben billig.
Bald findet Ihr jemanden der besagten Odin letztens in Scion, einer Hafenstadt im Osten gesehen hat. Nun habt Ihr endlich eine Spur, welche Euch auch auf vielen mit Überraschungen gepflasterten Umwegen zu ihm führt. Mit Hilfe von Myau, einem sprechenden Tier, eine Mischung aus Löwe und Rieseneichhörnchen, gelingt es Euch, Odin als treuen Mitstreiter zu gewinnen und Ihr lernt seine Freundschaft recht bald schätzen. Nur er ist stark genug, um die wirklich schweren Waffen wirkungsvoll zu führen und auch der Umgang mit Schusswaffen bleibt ihm vorbehalten. Auf den Rat des Gouverneurs von Motavia, Euer Team noch durch einen machtvollen Zauberer zu erweitern, macht Ihr Euch dann auf die Suche nach Noah. Es heißt zwar, er sei der Beste, aber wo er sich aufhält, weiß niemand so genau. Natürlich findet Ihr ihn dennoch und das Quartett kann den Feldzug gegen Lassic beginnen, wieder für Frieden im Algol System sorgen, Alis kann ihr Versprechen einlösen und ihren Bruder rächen.
Bis es jedoch soweit ist, erlebt Ihr viele spannende Abenteuer, müsst die verschiedensten Aufgaben lösen und gegen unzählige Feinde kämpfen. So habt Ihr es anfangs nur mit riesigen, Feuerbälle verschießende Fliegen, Vampiren, Riesenkraken und Skeletten, später dann mit Herden von Mammuts, Zombies, Zauberern, Centauren und mächtigen Drachen zu tun. Je weiter Ihr in das Land eindringt, um so mächtiger und zahlreicher werden die Gegner. Dies macht es natürlich notwendig Euch mit der bestmöglichen Ausrüstung zu versehen. Die beste käuflich zu erwerbene Rüstung ist die Diamond Armor, welche mal eben mit 15000 Mesetas zur Kasse schlägt und deswegen für lange Zeit ein Wunsch bleibt. Aber von den Weisen des Landes erfahrt Ihr vieles. So auch, dass Waffen aus Laconia die Besten sind. Aus Furcht vor ihnen hat Lassic die wenigen Exemplare gut versteckt und lässt sie von besonders fürchterlichen Wesen bewachen.
Mit steigender Erfahrung und mehr Wissen findet Ihr so noch viele, längst vergessene technische Entwicklungen oder magische Artefakte, welche Euch die Reise erleichtern.
Bis auf Odin lernen die Freunde im Laufe der Zeit auch viele Zaubersprüche. So können sie später z.B. ihre Wunden heilen, mit einigen Tieren sprechen, Feuer- und Blitzangriffe starten, die zahlreichen Fallen in den verwinkelten, meist über mehrere Stockwerke ausgedehnten Katakomben und Türmen entschärfen, oder sich bei Todesangst nach draußen befördern und nach Hause fliegen. Noah ist sogar in der Lage Tote zu erwecken, was den teuren Besuch beim Priester erspart.
Aber auch die feindlichen Kreaturen, welche immer wieder aus dem Nichts auftauchen, verfügen über ähnliche magische Fähigkeiten, so dass es immer ein harter Kampf bleibt.
Da niemand tagelang ununterbrochen kämpfen kann, gibt es einer Speicherfunktion, welche sich bis zu fünf Spielstände mit all seinen Details merkt. So könnt Ihr jeder Zeit beruhigt eine wohlverdiente Pause einlegen und ausgeruht das Abenteuer an gleicher Stelle fortfahren.

Bewertung:

Wie Ihr oben schon lesen konntet, sind Story und Gameplay äußerst durchdacht und spannend. Dabei ist die Handhabung schön einfach gehalten.
Wobei sich der Anfang nicht ganz leicht gestaltet, da man sich mit den 16 Lebenspünktchen kaum vor die Tür wagt. Zum Glück muss man aber nicht immer kämpfen. Man kann auch vor einem Feind davonlaufen, was aber nicht immer gelingt, kein Geld bringt und natürlich auch nicht die Erfahrung steigert.
Den Weg der Spielfiguren verfolgt Ihr aus der Vogelperspektive über die übersichtliche, fein gezeichnete Landschaft. Abhängig von den örtlichen Begebenheiten, tauchen dann die passenden Gegner unverhofft auf. Am Wasser eben Kraken, Fischmänner... ,auf freier Fläche mehr das Großwild und im Wald Skelette, Vampire... Mich hat es dabei auch nicht gestört, dass einige Gegner bis auf die Farbe und den Namen gleich sind. Zumindest haben sie aber auch noch andere Werte und Angriffe bekommen.
Dann erscheint der Kampfbildschirm, auf dem sich der Feind, die Anzahl und die Stärke einsehen lässt. Die gegnerischen Kreaturen sind allesamt liebevoll ausgedacht und detailreich gezeichnet. Ebenso die passenden Hintergründe. Die Animation der Angriffe ist erstklassig, zum fürchten und ekeln :) Aus einem Menü könnt Ihr nun für jede Figur einzeln wählen, ob er normal attackieren, einen Gegenstand oder Magie benutzen soll. Man kann auch versuchen mit dem Angreifer zu reden oder wegzurennen. Gelingt das aber nicht, fängt man wehrlos die ersten Schläge ein.
Die meiste Zeit dürfte man aber in den zahlreichen Höhlen und Türmen verbringen. Beim Betreten schaltet das Game in die Egoperspektive. Die 3D Ansicht ist zwar kahl und die Höhlen unterscheiden sich nur in der Farbe des Mauerwerks, aber diese Blickrichtung trägt auch sehr zur Spannung bei, weil man nie weiter als drei Blöcke sehen kann und nie weiss, was da plötzlich vor einem auftaucht. Ich könnt fast sagen, mein erster Ego-Shooter :)
Musik und Effekte (bei der Lasergun bekam ich fast Zahnschmerzen *g*) sind zwar wie vom MS gewöhnt etwas piepsig, aber durchaus passend, die Stimmung unterstützend.
Beim Spielen denkt man aber eigentlich nicht mehr über Musik und Grafik nach, weil man über die Story alles andere vergisst, oder einfach damit beschäftigt ist, Karten von den Planeten und Dungeons anzulegen, denn sowas gibt es leider nicht.
Wobei es auch ein paar kleine Mangelerscheinungen gibt. Ich hätte mir zum Beispiel sehr gewünscht festlegen zu können, in welcher Reihenfolge meine Kämpfer agieren und wer welchen Gegner aufs Korn nimmt. Weiterhin hab ich eine Möglichkeit vermisst, meine Magiepunkte wieder aufzufüllen. So ist es zwar auch ein strategischer Aspekt, mit der Magie zu haushalten, aber ich hätte schon gerne etwas mehr gezaubert.
Der Rucksack hätte ruhig auch etwas größer sein können. Am Ende ist der Platz für den Proviant doch etwas mager. Oder doch lieber mehr Magiepunkte?... *g*
Und wie so oft die gleiche Frage. Warum werden solche Knaller nicht übersetzt? Da man doch recht viele Tips in den Städten bekommt, was man als nächstes zu tun hat, sind Englischkenntnisse schwer von Vorteil.
Eines der Topgames für das Master System und der gesamten RPG-Liga. Ein äußerst gelungener Auftakt der Phantasy Star Reihe, welcher einen die Zeit vergessen lässt. Sogar besser als manch Nachfolger.
Man staunt nur immer wieder, was in dieses kleine Modul reingestopft wurde und man alles aus dem kleinen 8-Bitler rausholen kann.

Tipps:

Einige Tips sind ja schon im obigen Text angedeutet. Viel kann man eigentlich nicht mehr dazu sagen. Falls jemand ein Problem hat, soll er das einfach mal im Forum posten, oder ne Mail schreiben. Ich habe die Komplettlösung mit allen Karten da. Nur macht es keinen Spaß mehr, wenn man das danach abarbeitet. Von sowas kann ich nur abraten. Man kommt dann zu schnell voran, bekommt vom Spiel nur halb so viel mit und ist am Ende nicht stark genug für die Gegner, weil man keine Erfahrungspunkte macht. Das Geld reicht dann natürlich auch nie. Ich hab das Game jetzt drei Mal durchgespielt, meine Unterlagen dazu zwar immer aufgehoben, aber trotzdem nie benutzt. Weil man überhaupt nicht weiß, ob man die Labyrinthe schon komplett abgegrast hat, wenn man fertige Zeichnungen zur Hand nimmt.
Also, nehmt kleinkariertes Papier (Kollegblock) und Bleistift und macht Euch die Arbeit. Auch das macht Spaß daran :)
Versetzt Euch in Alis' Lage... Sie hatte nun mal keine Landkarten und so. Und ohne dürfte es in einigen Dungeons ziemlich schwer sein den Überblick zu behalten, bei den vielen Falltüren...
Den Tip oft abzuspeichern, kennt Ihr alle schon. Auch hier sollte man sich daran halten, weil man nie weiß, was hinter der nächsten Tür lauert.
Mir ging es einmal so, dass ich eine magische Tür mit Noah öffnete und mich zu weit vor wagte, die Kämpfe zu schwer wurden und ich zurück musste. Unterwegs starb Noah aber und die Tür war wieder verschlossen, ich also ausgesperrt... Was lernen wir daraus?
Kämpft nicht zu lange. Spätestens wenn die MP aufgebraucht sind sollte man sich langsam wieder in eine Stadt begeben.
Verschwendet die MP nicht. Schaut, wer was und wann machen kann. Myau kann Fallen entschärfen und während dem Kampf heilen. Noah kann nur nach einem Kampf heilen. Die Angriffzauber habe ich nur bei wirklich großen Gegnern benutzt. Und Alis' Magie würde ich für den Notfall aufheben. Die 20 HP vom Heal-Zauber sind später eh lächerlich, ihr Schwertangriff wirkungsvoller als Fire-Magie und der Fly-Zauber kann auch mit einem Transer ausgeführt werden, welcher immer mitgeführt werden sollte, auch wenn Ihr denkt, ihn nie zu brauchen. Aber bedenkt auch, dass Ihr immer zur letzten besuchten Kirche gelangt, egal auf welchem Planeten die war...
Wenn man die Flöte findet, hat man die MP für den Exit-Zauber übrigens auch gespart.
Sowie die magische Lampe zahlreiche Flashs ersetzt und der Miracle Key den Open-Zauber unnötig macht.
Zu überlegen ist auch, bei Odins Waffenwahl. Eine Axt ist eine mächtige Waffe, aber die Lasergun auch nicht zu verachten. Sie verursacht immer 20 Schadenspunkte und das bei jedem Gegner. Falls Ihr also einem Rudel von 6 Feinden gegenübersteht, macht das in der Summe 120 Schadenspunkte. Mit der Axt unerreichbar. Selbst unter Zugabe durch Myaus Help-Zauber. Aber bei nur einem Gegner ist sicher die Axt die bessere Wahl. Also tragt beide Waffen mit Euch und legt je nach Umgebung die günstigere an.
Das Hovercraft ist nicht nur zum Überqueren von Wasser, sondern auch für Lava geeignet.
Der Weg zum letzten Kampf kann ziemlich lang werden. Zieht erst los, erkundet die Labyrinthe, zeichnet Karten...arbeitet Euch immer weiter vor, sammelt fleißig EXP und wenn die MP zur Neige gehen, kehrt nach Haus zurück, um Euch zu stärken. Wenn Ihr den Weg komplett ohne zu suchen findet, geht ein letztes Mal zurück, heilt Euch, packt Burger ein, soviel Ihr tragen könnt und macht Euch wieder auf den Weg. Um nicht wieder den ganzen Proviant und die MP für die Heilung zu verbrauchen, lasst Euch dann auf keinen Kampf ein. Versucht immer mit Run zu entkommen. Wenn Ihr nicht genau mit dem Rücken an einer Wand steht, sollte das ganz gut funktionieren. Macht das, bis Ihr vor Lassics Tür steht. Stopft Euch dann die Burger rein und Ihr habt noch alle MP für den Kampf übrig.
Falls Ihr Lassics fliegende Festung vorzeitig verlassen wollt, tut das so, wie Ihr da hochgekommen seid. Gebt Myau was zu fressen.
Für die großen Kämpfe bin ich mit folgender Taktik gut gefahren:
Alis - Attack
Myau - Help für Odin, dann für Alis, danach nur noch Cure, wenn MP alle oder keine Heilung nötig Attack
Odin - Attack
Noah - bei vollen MP Thundermagie, ansonsten Wind oder Fire, in Abhängigkeit von der Stärke des Gegners (Fire ist zwar schwächer, braucht aber weniger Punkte, ist somit länger verfügbar und richtet in der Summe mehr Schaden an, aber es dauert eben bedeutend länger - bei Lassic nicht zu empfehlen)

 

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